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Baustelle

Fundament, Leitungen, Zählerschrank: So wird Ihr Haus startklar für die Wärmepumpe

Aufstellfläche, Wanddurchführung, Strom und freie Wege: was am Haus bereitstehen muss, wer es erledigt und was es laut enerix im Altbau kosten kann.

Bearbeitet am 6 Min. LesezeitRedaktion Wärmepumpe startklar

Damit der Einbau glatt läuft, müssen am Haus drei Dinge vorbereitet sein: ein tragfähiger Platz für das Außengerät mit Ablauf für das Tauwasser, ein kurzer Leitungsweg ins Haus und ein Stromanschluss, der zur Wärmepumpe passt. Dazu kommen freie Wege für Gerät und Speicher. Die meisten Arbeiten übernehmen Fachleute – Ihr Teil ist, Entscheidungen früh zu treffen und Platz zu schaffen.

Wer was vorbereitet

Aufgabe Wer Wann Spanne laut enerix (Altbau)
Fundament oder Konsole Fachbetrieb oder beauftragter Baubetrieb nach dem Förderantrag 300–1.500 €
Elektrik und Zählerschrank Elektrofachbetrieb nach dem Förderantrag 500–2.000 €
Hydraulischer Abgleich Fachbetrieb mit dem Einbau 500–1.000 €
Heizkörpertausch, falls nötig Fachbetrieb vor oder mit dem Einbau 1.000–3.000 €
Abbau und Entsorgung der Altanlage Fachbetrieb am Einbautag 500–2.000 €
Wege und Heizraum freiräumen Sie vor dem Einbautag –

Quelle: enerix, Nebenkosten im Altbau, Stand 29.09.2026.

Ob alle Posten anfallen, hängt vom Haus ab. Fragen Sie im Angebot nach, welche davon enthalten sind und welche gesondert berechnet werden.

Der Platz für das Außengerät

Wer: Fachbetrieb, bei Bedarf ein Baubetrieb. Wann: nach dem Förderantrag, mit etwas Abstand zum Einbautermin.

Das Außengerät braucht einen festen, waagerechten und frostsicheren Untergrund. Meist ist das ein Fundament, manchmal eine Konsole an der Wand. Bei Wandmontage ist Vorsicht geboten: Schwingungen können sich über das Mauerwerk ins Haus übertragen.

Beim Abtauen entsteht Wasser. Es muss frostsicher abfließen können, sonst bildet sich im Winter Eis unter dem Gerät. Klären Sie, ob ein Kiesbett genügt oder ein Anschluss an die Entwässerung nötig ist.

Die Luft muss frei ansaugen und ausblasen können. Hecken, Mauern oder Mülltonnen direkt vor dem Gerät stören. Auch für Wartung und Schnee sollte ringsum Platz bleiben.

Ihre Aufgabe: Entscheiden Sie früh, welcher Platz es wird, und klären Sie, ob dafür Pflanzen, Zaunteile oder Gartenmöbel weichen müssen.

Schall und Abstand zum Nachbarn

Die Ausblasrichtung gehört weg von Nachbarfenstern und Schlafzimmern. Ecken und Nischen werfen den Schall zurück und sind deshalb keine guten Plätze. Nachts gelten am Nachbarhaus diese Richtwerte der TA Lärm: im Mischgebiet 45 dB(A), im allgemeinen Wohngebiet 40 dB(A), im reinen Wohngebiet 35 dB(A).

Moderne Geräte erreichen laut 42watt je nach Modell und Größe eine Schallleistung von 44–62 dB(A). Bei leisen Modellen geben die Hersteller für den Nachtbetrieb in 3 m Abstand einen Schalldruck von unter 30 dB(A) an. Wer nah an die Grenze will, profitiert von einer Ausnahme, die in den meisten Bundesländern gilt: Für Geräte bis 2 m Höhe und 3 m Länge entfallen dort die Abstandsflächen.

Ist Ihr Haus startklar?

Der Fachbetrieb geht mit Ihnen Unterlagen, Förderreihenfolge, Aufstellort und Anschlüsse durch, bevor am Haus der erste Handgriff passiert.

Vorbereitung besprechen

Kostenlos und unverbindlich. Es meldet sich der Fachbetrieb, der diese Website betreibt – Name und Anschrift stehen im Impressum.

Der Weg ins Haus

Wer: Fachbetrieb. Wann: nach dem Förderantrag; die Route stimmen Sie gemeinsam ab.

Zwischen Außengerät und Heizraum verlaufen Leitungen. Je nach Bauart sind es Wasserleitungen oder Kältemittelleitungen; Letztere gehören ausschließlich in die Hände zertifizierter Fachleute. In jedem Fall gilt: kurz, gut gedämmt, frostsicher.

Wo die Leitung durch die Wand geht, entsteht eine Kernbohrung. Legen Sie mit dem Fachbetrieb fest, wo sie sitzt und wie die Fassade danach aussieht. Führt der Weg durch Beete, Terrasse oder Gartenweg, besprechen Sie auch, wer die Fläche danach wiederherstellt.

Innen geht es weiter bis zum Heizraum, etwa durch Keller oder Hauswirtschaftsraum. Räumen Sie die Wandflächen entlang dieser Strecke frei, damit Rohre und Halterungen ohne Umwege Platz finden.

Der Strom: Zählerschrank, Leitung, Tarif

Wer: Elektrofachbetrieb. Wann: früh – ein Umbau braucht Vorlauf.

Die Wärmepumpe bekommt einen eigenen Stromkreis. Ob der Zählerschrank dafür genügt und ob Platz für einen eigenen Wärmepumpenzähler ist, prüft der Elektrofachbetrieb. Er meldet die Anlage in der Regel auch beim Netzbetreiber an.

Der eigene Zähler lohnt den Blick. Die Verbraucherzentrale NRW ermittelte im Februar 2026 für Wärmepumpentarife mit eigenem Zähler durchschnittlich 24 ct je kWh, ohne eigenen Zähler 31,5 ct. Hinzu kommt beim eigenen Zähler ein Grundpreis, im Schnitt 140 € im Jahr. Öffnen Sie den Zählerschrank für Fotos nicht selbst – das ist Sache der Fachleute.

Klären Sie bei der Gelegenheit, wo die Regelung sitzen soll und ob sie ins Heimnetz kommt. Ein Netzwerkkabel oder ein stabiles WLAN im Heizraum erleichtert später Auswertung und Fernwartung.

Der Heizraum: Platz für Speicher und Technik

Wer: Fachbetrieb; das Freiräumen übernehmen Sie. Wann: vor dem Einbautag.

Die alte Anlage wird abgebaut und entsorgt; enerix nennt dafür im Altbau 500–2.000 €. An ihre Stelle kommen Inneneinheit oder Hydraulikmodul, ein Warmwasserspeicher und je nach Planung ein Pufferspeicher. Lassen Sie sich die Maße vorab geben und markieren Sie die Flächen.

Denken Sie auch an den Boden: Ein gefüllter Speicher ist schwer, der Untergrund muss ihn tragen. Und vor den Geräten braucht es Platz für spätere Wartung.

Wird kein Gas mehr gebraucht, klären Sie mit dem Gasnetzbetreiber, ob der Anschluss stillgelegt oder entfernt wird. Und informieren Sie den Schornsteinfeger, sobald die alte Feuerstätte außer Betrieb ist.

Die Zugänge: freie Bahn für Gerät und Speicher

Wer: Sie. Wann: in den Tagen vor dem Einbau.

Außengerät und Speicher sind groß und schwer. Prüfen Sie den Weg, bevor sie geliefert werden:

  • Gartentor, Gartenweg und Durchgänge zum Aufstellort
  • Haustür, Kellertreppe, enge Kurven und niedrige Decken auf dem Weg zum Heizraum
  • Türbreiten im Vergleich zu den Maßen aus dem Angebot
  • Stellplatz für das Montagefahrzeug möglichst nah am Haus
  • gemeinsame Wege mit den Nachbarn – rechtzeitig Bescheid geben

Messen Sie die engste Stelle des Weges und schicken Sie das Maß mit einem Foto an den Fachbetrieb. Dann weiß er vorab, ob der Speicher gekippt getragen werden muss oder ob ein anderes Modell besser durch Ihr Haus passt.

Wenn Sie selbst mit anpacken wollen

Manches können Sie selbst übernehmen: den Heizraum ausräumen, Gartenmöbel und Pflanzen versetzen, Wege freimachen. Alles, was mit Strom, Kältemittel oder der Tragfähigkeit des Fundaments zu tun hat, gehört in Fachhände.

Sprechen Sie Eigenleistungen vorher mit dem Fachbetrieb ab. Sie müssen in den Zeitplan passen, und ob sie Folgen für Gewährleistung oder Förderung haben, sollte vorher feststehen.

Ihre Liste für die letzten Tage

  1. Heizraum leer, Boden frei, Licht funktioniert
  2. Weg vom Gartentor zum Aufstellort frei
  3. Zählerschrank, Sicherungen und Hauptwasserhahn erreichbar
  4. Plan für die Zeit ohne Warmwasser
  5. Telefonnummer des Fachbetriebs griffbereit

Ist Ihr Haus startklar?

Der Fachbetrieb geht mit Ihnen Unterlagen, Förderreihenfolge, Aufstellort und Anschlüsse durch, bevor am Haus der erste Handgriff passiert.

Vorbereitung besprechen

Kostenlos und unverbindlich. Es meldet sich der Fachbetrieb, der diese Website betreibt – Name und Anschrift stehen im Impressum.

Wer Aufstellort, Leitungsweg, Strom und Zugänge rechtzeitig klärt, erlebt einen ruhigen Einbautag. Die meisten Fragen lassen sich beim Vor-Ort-Termin beantworten – nehmen Sie diese Seite einfach mit.

Häufige Fragen

Braucht das Außengerät ein Fundament?

Es braucht einen tragfähigen, frostsicheren Untergrund – meist ein Fundament, manchmal eine Wandkonsole. Für das Fundament nennt enerix im Altbau 300–1.500 € (Stand 29.09.2026). Wichtig ist auch, dass das Tauwasser frostsicher abfließen kann.

Wie nah darf das Außengerät an die Grundstücksgrenze?

Das regeln die Bundesländer. Laut 42watt gilt in den meisten Ländern: Ist das Gerät höchstens 2 m hoch und 3 m lang, darf es ohne Abstandsfläche an der Grenze stehen. Egal wie groß der Abstand ist: Am Nachbarhaus gelten die Richtwerte der TA Lärm.

Muss der Zählerschrank erneuert werden?

Nicht immer. Ob Platz für einen eigenen Wärmepumpenzähler ist und ob der Schrank den heutigen Anforderungen entspricht, prüft der Elektrofachbetrieb. Für die Elektrik nennt enerix im Altbau 500–2.000 € (Stand 29.09.2026).

Was muss ich am Einbautag freiräumen?

Den Heizraum um die alte Anlage herum und den Platz für den Speicher, den Weg vom Gartentor zum Aufstellort und den Weg vom Hauseingang zum Heizraum. Dazu einen Stellplatz für das Montagefahrzeug.

Quellen

  1. enerix: Was kostet eine Wärmepumpe? (datiert 29.09.2026)
  2. 42watt: Wärmepumpe – Abstand zum Nachbarn und Lautstärke (datiert 13.03.2026)
  3. Verbraucherzentrale NRW: Marktcheck Wärmepumpenstromtarife (datiert 20.02.2026)

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